Leseauftrag zum 14.05.2019

Bitte lesen Sie zur nächsten Sitzung einen der folgenden Beiträge und kommentieren Sie bis Montag Abend hier oder an Ort und Stelle:

Dejan Mihajlovic: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken – mehr als Buzzwords
Dominik Schöneberg aka Bildungslücken: Schulentwicklung: Warum 4K als Leitidee nicht taugen
Überall Wissen, aber was wissen wir wirklich?

Der letzte Link führt Sie auf Twitter. Es stellt die Zusammenfassung eines Talks auf der re:publica 19 vor, ist also noch keine Woche alt. (P.S.: Eine Reply dort wird mich am meisten beeindrucken :). Fügen Sie mich in Ihrer Antwort gerne als cc @physikanne hinzu.)

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4 Kommentare zu „Leseauftrag zum 14.05.2019

  1. Zum Text „Schulentwicklung: Warum 4K als Leitidee nicht taugen“
    Zum einen wird gesagt, dass 4K keine gute Leitidee ist. Dies wird anders formuliert als „Zukunftstaugliche Bildung ist viel mehr als 4K“. Der erste Teil klingt für mich, als könne man die 4K in der Schule unberücksichtigt lassen, die zweite Formulierung dagegen, dass die 4K eine gute Idee sind, aber es noch darüber hinaus gehen muss. Zu Beginn des Lesens hat mich dies etwas verwirrt, da die Stellung des Autors nicht ganz deutlich wurde, doch dies wurde bereits im nächsten Abschnitt geklärt.
    Interessant finde ich außerdem den Abschnitt über Wissen, da wir genau das in unserer letzten Sitzung diskutiert haben. Brauchen wir kein Wissen mehr, wenn wir das 4K-Modell verwenden? Doch, wir brauchen wissen, denn die 4K sind nur ein Teil eines größeren Modells.
    Ich finde der Autor grenzt das 4K-Modell sehr ein und es wirkt, als würde es neben den 4K keinen Blick nach links und rechts geben, wenn es in der Schule eingesetzt wird. Ich denke, dass es ein Modell ist, dass gut einsetzbar ist und trotzdem die Bedürfnisse der SuS beachtet werden können, denn die 4K sind allgemeine Ziele, die die SuS erreichen sollten, aber dies grenzt noch lange nicht den Unterricht ein.

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  2. Ebenfalls zum Text „Schulentwicklung: Warum die 4K als Leitidee nicht taugen.“

    Ich denke der Text spricht ein großes Problem an, welches auch viele von uns im Seminar mit den 4K zunächst hatten, nämlich die Fehlvorstellung, es handle sich dabei um eine Leitidee. Lisa Rosa versucht dies in ihrem Kommentar gerade zu rücken, indem sie die 4K als grundlegende Lernziele beschreibt und sich von der Leitbildvorstellung distanziert. Meine Sicht auf die Dinge ist dabei die Folgende.
    Der Autor Dominik Schöneberg kritisiert in seinem Text letztendlich weniger die 4K selbst (gedacht als Lernziele), sondern vielmehr die derzeitige praktische Umsetzung der Kompetenzorientierung im deutschen Bildungssystem, die sich nämlich gerade so vollzieht, als wenn die 4K ein Leitbild wären. Am deutlichsten wird das meiner Meinung nach im Abschnitt „Es geht nicht ohne Wissen“. Wir haben in der vergangenen Seminarsitzung die 4K in Verbindung mit der Taxonomie nach Bloom betrachtet. Letztere ist eine stufenweise Klassifikation von Lernzielen, in welcher als grundlegende Stufe natürlich das blanke Wissen genannt wird, auf dem die folgenden Stufen aufbauen. Dass die 4K nicht die Abschaffung dieses Wissens verlangen sondern es selbstverständlich benötigen, ist dem Autor anscheinend bewusst, seine Kritik fokussiert sich in dem genannten Abschnitt eher auf die Mode der vergangenen Jahre und die aktuellen Lehrpläne, also auf die praktische Umsetzung der Kompetenzorientierung. An dieser Stelle bin ich geneigt ihm Recht zu geben, was das Verhältnis von blankem Wissen zu den (auf diesem Wissen erst aufbauenden) Kompetenzen angeht. Besonders in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern scheint Kompetenzorientierung momentan darauf hinauszulaufen, dass weite Teile der fachlichen Inhalte aus früheren Lehrplänen gestrichen werden, doch der daraus entstehende Raum viel mehr mit ausgedehnten Textaufgaben, Pseudoanwendungskontexten und Auswendiglernen von Schemata gefüllt wird, anstatt mit der Vermittlung der eigentlich angestrebten Kompetenzen (zugegebenermaßen kann ich hierbei über den Mathematikunterricht fundierter urteilen als über Physik und andere Naturwissenschaften). Dennoch bleibt dies eine Kritik an der Praxis und nicht an den 4K selbst.
    Diese Art der Kritik äußert sich für mich auch dort, wo der Autor den 4K vorwirft, für gesellschaftliches Zusammenleben und eine ausgeglichenes Menschenbild keine hinreichenden Kriterien zu liefern. Die Antwort darauf muss wahrscheinlich wieder lauten: Das sollen sie auch gar nicht, wenn wir sie nicht als Leitbild begreifen.
    In Verbindung mit den Kommentaren hat dieser Text somit einige meiner Probleme mit den 4K ausgeräumt. Die Formulierung von Lisa Rosa der 4K als die allgemeinsten wichtigsten Lernziele gefällt mir in diesem Zusammenhang sehr gut, weil sie verdeutlicht, dass diese vielmehr etwas bezeichnen, was absolut nötig ist und weniger etwas was absolut vollständig ist, wenn wir über gute Bildung sprechen wollen. Bisher hatte ich die 4K auch eher als Leitbild begriffen und störte mich ebenso wie der Autor an den Dingen, die aus meiner Sicht ebenfalls zu guter Bildung gehören könnten und unter Verwendung der 4K als vollständiges Leitbild durch das Raster fallen könnten. Seine durchklingende Kritik an der Kompetenzorientierung in der derzeitigen Praxis unterstütze ich somit weiterhin.

    Fern davon kann ich mir leider einen hartherzigen Kommentar zum Thema „Liebeskummer-Test“ nicht verkneifen:
    Wenn ich mich recht erinnere gehört die Seelsorge ebenso wenig zu den Funktionen von Schule, wie die Vermittlung von Alltagsfertigkeiten wie eine Waschmaschine einbauen zu können (oder eine Steuererklärung anfertigen zu können). Sicherlich sollte die Schule dafür sorgen tragen, dass alle an ihrem Alltag beteiligten Menschen gesund sind und sich dort wohlfühlen und mit Sicherheit ist seitens der Lehrkraft in der vom Autor geschilderten Trennungssituation Mitgefühl angebracht. Aber darüber hinaus möchte ich infrage Stellen, ob es tatsächlich in einem Lehrplan stehen sollte, die Beziehungen von Lernenden zu kultivieren.

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  3. Zum Text „Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken – mehr als Buzzwords“
    In dem Text geht es um das 4K Modell und wie wichtig es für die heutige Gesellschaft ist. Zunächst wird darauf hingewiesen, dass es heutzutage sehr viele Tätigkeiten gibt, welche automatisiert werden. Die reine Reproduktion von Fachwissen reicht nicht mehr aus, da dieses digital gespeichert werden kann. Aus diesem Grund muss das Lernen ein lebensbegleitender Prozess sein. Das 4K Modell wird dabei als nötiges Rüstzeug für die Zukunft gesehen. Im Weiteren geht der Autor auf Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken einzeln ein.
    Ich finde es sehr gut, dass der Autor zum Ende des Textes Beispiele nennt, wie er die heutigen Medien nutzt, um das 4k-Modell in der Schule und im Unterricht umzusetzen. Weiterhin finde ich, dass er die Kommunikation sehr ausführlich diskutiert. Vor allem bei dem Punkt, dass das digitale Schreiben eine andere Denkweise und Art einen Text zu verfassen hervorbringt, würde ich ihm zustimmen. Im Text werden gute Argumente und Beispiele geliefert, warum das 4K-Modell wichtig ist, um in der heutigen Gesellschaft zu bestehen. Mir persönlich fehlen Beispiele, das kritische Denken zu fördern, jedoch sind in dem Text noch 3 weitere Texte zu dem Thema verlinkt, welche auch auf die Praxis eingehen.
    Am Ende des Textes schreibt der Autor, dass es das langfristige Ziel sein sollte, dass die SuS die neuen Medien selbstständig für ihren Lernprozess verwenden und dass die Lehrkräfte hierfür mit den SuS üben müssen. Leider glaube ich, dass dies noch sehr wenigen im Unterricht umgesetzt wird. Hierbei spiel der Faktor Zeit und auch Unwissen seitens der Lehrkraft meiner Meinung eine große Rolle.

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  4. Zu dem Text „Schulentwicklung: Warum 4K als Leitidee nicht taugen“.

    Zu erst einmal möchte ich mich den in den Kommentaren bereits beschriebenen Ansichten anschließen. Insbesondere meine ich damit, dass man sich eher Gedanken machen sollte, als was man die 4K interpretiert und nicht ob, sie als Leitidee taugen oder nicht.
    Es gibt jedoch einen Teil in dem Text, wo ich grundsätzlich anderer Meinung bin. In dem zweiten Teil des Textes heißt es, dass Empathie nicht darüber entscheidet, ob Prozesse der Kollaboration und Kommunikation erfolgreich verlaufen oder nicht. Diesen Standpunkt würde ich definitiv nicht vertreten. Ich denke, dass es ein absolutes Minimum an Empathie benötigt um miteinander zu kommunizieren, aber vor allem um miteinander zu kollaborieren. Ich denke, dass ohne dieses Minimum an Empathie die gegenseitigen Rollenzuschreibungen und Rollenerwartungen nicht harmonieren können und somit ein gewinnbringender Prozess der Kommunikation und Kollaboration nicht aufrecht erhalten werden kann.

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