Erstellte Videos und Kahoots

Als Prüfungsleistung haben einige Studierende Erklärvideos oder kahoots erstellt. Aufgabenstellugn war die folgende:

Erklärvideo als Prüfungsleistung

  • Wählen Sie ein Thema für Ihr Video.
  • Ordnen Sie dies einer Klassenstufe und Schulform zu (Wer ist Adressat?)
  • Benennen Sie die Funktion des Videos (Wiederholung des Vorjahres/ der letzten Stunde, Prüfungsvorbereitung, Hausaufgabe).
  • Formulieren Sie drei Ziele, die Sie mit Hilfe des Videos erreichen wollen.
  • Optional: Gestalten Sie Ihr Video interaktiv.
  • Skizzieren Sie tabellarisch die zugehörige Unterrichtsreihe und begründen Sie, an welcher Stelle das Video eingesetzt wird.
  • Das Video sollte zwischen vier und sieben Minuten lang sein. Beachten Sie auf jeden Fall das Urheberrecht.

Kahoot als Prüfungsleistung

  • Wählen Sie ein Thema aus (z.B. E-Lehre, Klasse 7)
  • Skizzieren Sie tabellarisch die zugehörige Unterrichtsreihe (KC der gewählten Schulform) inklusive der Lernziele.
  • Erstellen Sie ein Kahoot, mit dem Sie die Erreichung der genannten Lernziele erfragen, oder mit dem sie eine Zwischenüberprüfung machen, um zu wissen was noch unklar ist.
  • Variation: Erstellen Sie zwei Kahoots, mit denen  Sie zu Beginn und am Ender der Unterrichtsreihe den Lernstand erheben können.
  • Beachten Sie auf jeden Fall das Urheberrecht!

Ergebnisse

Zum Thema Reflexion und Brechung wurde ein kahoot vorbereitet. Die zugehörige Ausarbeitung findet sich hier.

Ein weiteres Kahoot beschäftigt sich mit dem Thema Dauermagnetismus. Auch hierzu gibt es eine Ausarbeitung.

Zwei Studierende haben ein Erklärvideo zum Thema Aggregatzustände erstellt. Das Video ist auf Youtube verfügbar und als interaktive Version bei h5p.

Ein weiteres Video liegt nur als scribe-Datei hoch und kann hier aus technischen Gründen nicht hochgeladen werden, die zugehörigen Erläuterungen aber schon.

Das gleiche gilt für ein Video zum Stirlingmotor.

Die Letzte Sitzung

Wie es der Titel bereits verrät handelt es sich bei diesem Blogeintrag um den Blogeintrag zur Letzten Sitzung im Vergangenen Semester. Daher wird dieser Eintrag vermutlich auch der letzte Eintrag sein.

Die Letzte Sitzung kann man als eine Art Resümee auffassen. Wir (die Studierenden) wurden angehalten hier abschließend unsere Meinung zum gesamten Seminar zu äußern.

Dabei zeigte sich das viele von uns von praktischen Einheiten wie bspw. dem Erstellen eines Interaktiven Videos begeistert waren, andere aber auch von den sehr Theorie geprägten Einheiten wie bspw. dem 4-K Model. Wiederum andere fanden die Theorie geprägten Stunden weniger gut (zu diesen Leuten zähle ich mich auch), genau so wie einige auch die Praktischen Stunden nicht so gut fanden.

Was sich hierbei klar zeigte, jeder hatte eine andere Meinung von dem was wir in dem Seminar erwartet haben. So hatte ich die Hoffnung das ich im Seminar sehr viele verschiedene Tools für digitalen Unterricht kennen lernen würde eventuell auch mit Ansätzen in welcher Form diese denn einsetzbar wären. Was dies angeht war die Einheit mit der Simulationen Website eine Einheit die mir sehr gefallen hatte, da ich hier genau so eine Sammlung von Simulationen erhalten habe welche ich gerne für alle möglichen Tools gehabt hätte.

Aus der Vielzahl der Meinungen lies sich gegen Ende ebenfalls rauskristallisieren, dass wir in diesem Seminar das Problem hatten, dass jeder von uns mit anderem Hintergrundwissen in das Seminar gestartet ist. Es unterscheidet sich bereits stark darin in welchem Semester der einzelne jeweils ist, aber noch viel stärker welchen Studiengang das jeweilige Individuum gewählt hat. Hier haben die Studierenden, welche auf HR studieren einen Kleinen Vorteil was was die Menge an didaktischer Vorerfahrung angeht im vergleich zu den Studierenden mit GYM Ausrichtung.

Nehme ich einmal mich als Beispiel. Ich studiere (hauptsächlich) Physik und Chemie auf Lehramt (GYM). Wenn ich den Chemie Teil einmal außer Acht lasse ist dieses Seminar das erste mal in meinem Studium, dass ich in Berührung mit Didaktik komme. Zuvor hatte ich nur eine Vielzahl von Fach-Vorlesungen. Vernachlässige ich den Chemie-Anteil jedoch nicht ist dies nicht meine erste Didaktik Berührung gewesen. In der Chemie ist der Didaktik Anteil etwas größer und beinhaltete bereits viele von den Materialien welche ich vermeintlich erst in diesem Seminar kennen gelernt habe. Dadurch war leider nur die Simulationen Website etwas neues alle anderen Tolls (bspw. Kahoot oder auch das ZumPad) kannte ich bereits und waren nur noch Wiederholung für mich.

Um das ganze jedoch auch mal zu einem Abschluss zu bringen Zitiere ich hier einmal Tim’s Worte zur letzten Sitzung: „Long Story short, jeder hat eine eigene Meinung und andere Vorerfahrungen.“

Simulation zum Thema waagerecher Wurf

In der letzen Seminarsitzung haben wir eine Stunde geplant, in der eine Simulation zum waagerechten Wurf zum Einsatz kommt. Die Simulation ist unter dem folgenden Link zu finden. https://phet.colorado.edu/en/simulation/projectile-motion

Unsere Stundenplanung ist in dem nachfolgenden Bild zu sehen.

Stundenverlauf: waagerechter Wurf

In der darauffolgenednen Sizung haben wir uns mit der Seite Kahoot beschäftigt, auf welcher man ein Quiz erstellen kann. Hierfür haben wir die folgenden Fragen und Aufgaben zu der hier vorgestellten Stunde entwickelt, welche in einem Kahoot zur Überprügfung des Lernerfolgs eingesetzt werden können.

  1. Welche Bewegungsarten überlagen sich beim waagerechten Wurf?
  2. Je höher der Ball abgeworfen wird, desto…
  3. Wie lautet die Formel zur Berechung der Wurfweite beim waagerechten Wurf?
  4. Berechne, wo der Ball den Boden berührt, wenn er aus 5 Metern Höhe mit einer Geschwindigkeit von 10 m/s abgeworfen wird.

Die Fragen 2 und 4 lassen sich selbstverständiglich beliebig variieren und somit auch in mehreren Versionen im gleichen Quiz verwenden.

Simulation zur Thematik „Aggregatzustände“

In der letzten Sitzung sollten die Gruppen gemeinsam einen Lehrplan erarbeiten wie die jeweilige Simulation im Unterricht eingesetzt werden kann.
Unsere Gruppe beschäftigte sich mit der Thematik der Aggregatzustände. Dem unteren Bild ist zu entnehmen wie eine Simulation passend eingesetzt werden kann. Dabei lautet das Lernziel dieser Stunde wie folgt:
Die Schülerinnen und Schüler können mithilfe des Teilchenmodells die verschiedenen Aggregatzustände beschreiben.
Hier der Link zu verwendeten Simulation:
https://phet.colorado.edu/sims/html/states-of-matter/latest/states-of-matter_de.html
Unsere geplante Unterrichtsstunde würde sich für eine Doppelstunde eignen.

Lehrplan der Unterrichtsstunde zur Thematik „Aggregatzustände“

Um eine Abfrage des erworbenen Wissens durchzuführen, würden wir folgende Fragen im kahoot einbauen:

  1. In wie vielen Zuständen kann Wasser vorkommen?
  2. Welche Aggregatzustände gibt es?
  3. Mit welchem Modell lassen sich die Aggregatzustände erklären?
  4. Wie verhalten sich die Teilchen eines Stoffes, wenn dieser erhitzt wird?
  5. Wie wird der Übergang eines Stoffes vom festen zum gasförmigen Zustand genannt?

Simulationen

Im digitalen naturwissenschaftlichen Unterricht kommt Simulationen eine besondere Bedeutung zu. Simulationen eignen sich, um Experimente durchzuführen, die im Klassenraum im Original nicht oder nur mit großem Aufwand durchzuführen wären. Einschränkungen sind herbei zum Bespiel sicherheitsrleavante Aspekte oder auch die Ausstattung der Schule. Zudem ermöglichen es Simulationen, physikalische Phänome ohne Nebeneffekte zu untersuchen (z.B. in der Mechanik ohne Reibung zu arbeiten) oder Modelle wie das TEilchenmodell zu veranschaulichen.

Bevor eine Simulation im Unterricht eingesetzt wird, sollteihr Einsatz gut auf die Zweckmäßigjkeit geprüft werden. Unterstützt sie dabei, die gesetzten Lernziele zu erreichen? (Btw: Lernziele sollten immer möglichst operationalisiert formuliert werden. Eine Liste von Operatoren finden Sie z.B. in den CuVos für Niedersachsen)

Eine große Auswahl an Simulationen bietet die PHET, die angesiedelt sind an der University of Colorado in Boulder. Die meisten der Simulationen sind auf Deutsch und als html5 (also Browser basiert) verfügbar. Zusätzliche Installationen sind nicht notwendig.

Praktisches zum Einsatz im Unterricht

Wenn SuS online mit Simulationen arbeiten sollen, ist ein URL-Shortener (wie bit.ly oder tinyurl) eine gute Hilfe. Ein anderes Mittel ist ein QR-Code, der aber voraussetzt, dass alle Geräte mit einem QR-Scanner ausgestattet sind.

Im Seminar haben wir in Gruppenarbeit zu jeweils einer Simulation Lernziel(e) formuliert. In der nächsten Stunde werden wir noch einmal genauer erarbeiten, wie eine ganze Stunde geplant werden kann, in der eine Simulation genutt wird.

Erklärvideos II

Als Fazit der letzten Stunde haben wir gesehen, dass verschiedene YouTube-Kanäle unterscheidelich geeignet sind, um zu Hause zu lernen und Unterrichtsinhalte nachzuholen. Während „The simple physics“ Inhalte sehr kurz herunterbricht („Teaching to the test“), ist „musstewissen“ deutlich umfangreicher. Die Gesetze werden nur in den ersten vier Minuten erläutert, danach gibt es viele teilweise abschweifende oder unpasssende Beispiele.

Wenn diese Videos interaktiv gestaltet werden, kann der Lerneerwerb deutlich verbessert werden. Mit eingefügten Stops kann auch wichtiges von unwichtigem getrennt werden. Der Aufsatz h5p eignet sich hierfür besonders.

Stefan Richtberg hat in einem Padlet Physik-Videos mit h5p gesammelt.


Am selben Tag erschien übrigens die Studie „Jugend/YouTube/Kulturelle Bildung. Horizont 2019 „. Hier eine Zusammenfassung auf Spiegel online, hier die komplette Studie.

Erklärvideos II

Und dank Twitter gleich noch zwei passende Artikel zum Thema.

Noch mehr Lesefutter

Im Seminar gab es viele Fragen zu offenem und digitalem Arbeiten. Kann das gelingen? Wie stelle ich den Kompetenzerwerb der SuS sicher? Wie kann ich prüfen und Leistung bewerten?
Dazu hat Björn Nölte (@Noelte030) ganz aktuell etwas geschrieben.

Ist das, was die Uni-Dozentinen erzählen, nicht geträumte Zukunftsmusik oder kann das tatsächlich auch in Schulen umgesetzt werden? Ja, das geht!
Jan Martin Klinge vom halbtagsblog (der insgesamt SEHR lesenswert ist und einen wohlwollenden und offenen Einblick ins Schulleben gibt), hat ein paar konkrete Ideen für den Physik-Unterricht gesammelt. Beachten Sie unbedingt auch die Kommentare unter dem Artikel und seine Blogposts zu Themen wie Lerntheken, Digitales, Physik.

Außerdem zeigen @bildungsdings und seine SuS auf physik-am-gsg.de , mit welchen digitalen Methoden sie Unterricht machen.

Wie bei den letzten Leseaufträgen können Sie uns zeigen, welche Impulse Sie aus den verlinkten Artikeln mitgenommen haben, indem Sie hier oder vor Ort auf den Blogs oder auch auf Twitter kommentieren. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Einschätzungen und würde mich freuen, wenn ein Dialog zustande kommt.




Gruppe 3: Radioaktivität

Rahmenbedingungen

  • Thema der Unterrichtseinheit: Radioaktivität
  • Dauer: 5 Wochen
  • Klassenstufe: 10 (Gymnasium)

Inhalte

Die geplante Unterrichtseinheit behandelt ausgewählte schulrelevante Inhalte aus der Atom- und Kernphysik gemäß dem niedersächsischen Kerncurriculum (siehe dazu: http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_physik_go_i_2009.pdf). An Vorwissen wird lediglich die grundlegende Atomvorstellung eines unteilbaren Teilchens vorausgesetzt, aus welchem sich die gesamte Materie zusammensetzt.

Es bietet sich an, abhängig von der Gesamtanzahl der Schülerinnen und Schüler vier bis fünf feste Gruppen einzuteilen, welche sich vertieft mit jeweils einem Themenblock befassen. Im Falle von fünf Gruppen etwa:

  1. Atommodelle (insbesondere Kern-Hülle-Modell)
  2. Strahlungsquellen und -arten
  3. Strahlenschutz und Anwendungen zum Beispiel in der Medizin
  4. Nachweis radioaktiver Strahlung
  5. Zerfallsreihen und Halbwertszeit

Ablauf und Methodik

Zu Beginn der Unterrichtseinheit kann zunächst im Plenum eine Begriffssammlung vorgenommen werden, beispielsweise in Form einer Mindmap oder eines Begriffsclusters. So erhält zum einen die Lehrkraft einen ersten Eindruck vom bisherigen Kenntnisstand der SuS und zum anderen aktivieren letztere ihr Vorwissen auf diesem Gebiet. Aufbauend darauf erfolgt die Überleitung zur anstehenden Gruppenarbeit.

  • Jede Gruppe behandelt einen der Themenblöcke.
  • Zum Ende der Einheit präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse in einem Kurvortrag, eventuell sind auch Handouts anzufertigen.
  • Die Unterrichtszeit steht für die Erarbeitung zur Verfügung.
  • Als Materialien/Hilfsmittel stehen das Lehrbuch, ggf. Arbeitsblätter sowie Internetquellen zur Verfügung. Falls online recherchiert wird, sind die Quellen anzugeben und idealerweise bereits bei der Auswahl von der Gruppe kritisch zu hinterfragen.

Es ergibt sich folgender Ablaufplan:

1. Woche

  • Einstieg: Begriffssammlung
  • Gruppeneinteilung
  • Themenwahl
  • Hinweise zum Ablauf
  • Klären offener Fragen
  • Beginn der Erarbeitung in den Gruppen

2./3. Woche

  • Recherche
  • ggf. Hilfestellungen der Lehrkraft
  • Überprüfung des Zwischenstandes
  • Erstellung der Präsentation

4. Woche

  • Erste Ergebnisse
  • Puffer für weitere benötigte Zeit
  • ggf. Beginn der Präsentationen

5. Woche

  • Abschluss der Präsentationen
  • jeweils kurze Nachbesprechungen der Vorträge im Plenum

Digitale Einsatzmöglichkeiten

Sowohl bei der Recherche als auch bei den Präsentationen können digitale Arbeitsweisen bei entsprechender Medienkompetenz für Entlastung sorgen, indem etwa Onlinequellen verwendet werden oder auf Simulationen, geeignete Videos oder Ähnliches zurückgegriffen wird. Um das Zusammentragen der Informationen in den jeweiligen Gruppen zu erleichtern, sind Clouds wie etwa Googledoc und Dropbox oder kollaborative Arbeitsflächen wie ZUMpad empfehlenswert. Grundsätzlich sind bei dieser Gruppenarbeit allerdings auch rein analoge Arbeitstechniken zielführend.

Mögliche Probleme

Insbesondere bei der Durchführung einer mehrwöchigen Gruppenarbeit besteht das erhöhte Risiko, dass nur einige wenige Schülerinnen und Schüler die Lernziele erreichen. Daher ist die Lehrkraft in besonderem Maße gefordert, sich über den aktuellen Lernfortschritt aller einzelnen Schüler bereits in den Erarbeitungsphasen einen Überblick zu verschaffen. Da jeder Einzelne nur einen der Themenblöcke behandelt und in die anderen Themen in Form einer Präsentation herangeführt wird, muss die Lehrkraft die Qualität der Vorträge frühzeitig im Blick haben. Um die Inhalte aller Blöcke in Schriftform zu sichern, erscheint außerdem das Erstellen von Handouts sinnvoll. In jedem Fall ist auch eine gemeinsame Besprechung der Inhalte mit eventuellen Korrekturen erforderlich.